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Hochzeitsplanung: Stressfrei Heiraten in 7 Schritten

Es ist passiert: Ihr seid verlobt!!!

 

Erstmal Glückwunsch an dieser Stelle. Die große Frage wurde gestellt und mit "Ja" beantwortet.

 

Doch was nun ?

 

Keine Angst, wie man eine Hochzeit richtig plant wissen die wenigsten. Heiraten lernt man schließlich nicht in der Schule.

Wir zeigen dir jetzt kurz und kompakt welche 7 Fragen du dir direkt am Anfang der Planung stellen solltest, damit deine Hochzeitplanung auch von Anfang an auf Erfolg hinausläuft.

 

Für weitere Informationen zu diesem Thema haben wir dir ganz unten noch weitere Blogbeiträge verlinkt. Wenn trotzdem noch Fragen offen sind, schreib uns eine Mail oder nutze das Kontaktformular.

 

Jetzt erstmal gut aufgepasst für die folgenden Tipps:

Frage 1: Das richtige Hochzeitsdatum

Vorab, je flexibler ihr in diesem Punkt seid, desto günstiger könnte eure Hochzeit ausfallen. Das hat den einfachen Grund, dass die meisten Menschen im Sommer heiraten. Wenn ihr euch eine Winterhochzeit vorstellen könnt, prima ! Abgesehen von der Möglichkeit, die Natur bei sommerlichen Temperaturen ins Hochzeitsgeschehen einbinden zu können, profitiert ihr von der geringen Auslastung aller Hochzeitsdienstleister.

 

Angefangen bei der Location bis zum Fotograf. Faustformel hierbei: Die beliebtesten Hochzeitstage liegen zwischen Juni bis September. Hier ist es besonders schwer einen Termin zu bekommen. Außerhalb dieser Zeit könnt ihr nicht nur andere Preise aushandeln, ihr könnt auch kurzfristiger einen passenden Termin finden, als in der Hochzeits-Hochsaison.

 

Achtung, Schnapszahl: Tage wie der 02.02.2022 sind natürlich möglich, liegen sogar im Winter, sind aber zumindest beim Standesamt schnell vergriffen.

Frage 2: Wen laden wir ein?

Natürlich spielt hier auch das Budget eine Rolle (Frage 3), allerdings solltet ihr euch zunächst davon losreißen. Startet hier in 3 Schritten:

 

  1. Schritt: Welche Personen sind uns die allerwichtigsten?
    Hierzu zählen neben Familie, Freunden vielleicht auch Kollegen, mit denen ihr den Großteil eures Tages verbringt. Nach diesem Kriterium solltet ihr diesem Punkt bewerten. Mit wem verbringen wir gerne viel Zeit. Diese Leute kommen auf diese Liste!
  2. Schritt: Welche Personen wären eine Bereicherung für unsere Hochzeit?
    Damit ist nicht gemeint, dass der entfernte Onkel ja als Fotograf herhalten kann, sondern dass ihr vermutet, dass diese - befreundete / bekannte Person - für nette Gespräche oder gute Stimmung auf einer Feier sorgt.
  3. Schritt: Wen muss man aus sozialem Zwang ein- oder ausladen?
    Wenn ihr hier direkt sagt - Niemals, es ist schließlich meine Hochzeit - spart euch diesen Schritt und fertigt eure Liste mit den ersten beiden Schritten. Falls doch: hier ein kleiner Hinweis:
    - Ausladen von Gästen:
    Ist eure Familie in Teilen verstritten, gilt es zu überlegen ob man wirklich alle einladen möchte, da die Hochzeit sonst im Desaster enden könnte. Streitereien auf eurer Feier würden schnell zu schlechter Stimmung führen.
    - Einladen von Gästen:
    Wenn eure Kollegen erwarten auf eurer Hochzeit dabei zu sein - sie haben euch schließlich auch zu ihrer eingeladen - könnt ihr euch diesem Zwang fügen, solltet dies aber nur tun, wenn in eurer Vorstellung die Hochzeit nicht darunter leidet. Ansonsten überlegt euch gut, ob ihr ansonsten nicht einfach die schlechte Stimmung im Büro für ein Tage aussitzt. Den Kollegenkreis kannst du schließlich auch wechseln, deine Hochzeit bleibt dir für immer in Erinnerung.

Frage 3: Wieviel Budget brauchen wir?

Wieviel Geld darf eine Hochzeit kosten. Lasst euch gesagt sein, nach oben gibt es keine Grenzen. Wirklich - keine Grenzen ! Wenn ihr allerdings keine Unsummen für eure Hochzeit ausgeben wollt, legt euch vorher eine Obergrenze fest und schreibt diese Grenze auf. Dann untergliedert ihr eure Rechnung in Teilbereichen. Hier eine kleine Beispielrechnung:

 

Location: 3000€

Fotograf: 2000€

Hochzeitsplaner: 2000€

Fotobox: 400€

DJ inkl. Musikanlage 1000€

Catering: 3000€

Hochzeitskleid: 1000€

Anzug: 500€

Getränke: 1000€

Einladungskarten: 300€

Ringe: 1500€

Hochzeitsauto: 300€

------------------------------------------------------------

Gesamtbudget: 15.000€ (exkl. Flitterwochen)

Rest: 0€

 

Eine solche Festlegung hilft euch dabei den Kostenrahmen zu halten ohne am Schluss böse Überraschungen zu erleben. Schafft ihr es eine Location für 1000€ und einen Fotografen für 1500€ zu ergattern,  könnte eure Rechnung wie folgt aussehen:

 

Location: 1000€

Fotograf: 1500€

Hochzeitsplaner: 2000€

Fotobox: 400€

DJ inkl. Musikanlage 1000€

Catering: 3000€

Hochzeitskleid: 1000€

Anzug: 500€

Getränke: 1000€

Einladungskarten: 300€

Ringe: 1500€

Hochzeitsauto: 300€

------------------------------------------------------------

Gesamtbudget: 15.000€ (exkl. Flitterwochen)

Rest: 2500€

 

 

Dieses Geld könnt ihr jetzt in anderen Bereichen investieren und beispielsweise die Flitterwochen zahlen oder das Unterhaltungsprogramm mit Kinderbetreuung oder ähnliches ergänzen.

 

(HINWEIS: alle hier genannten Preise sind Beispiele und nicht mit realen Dienstleistern verknüpft)

Frage 4: Brauchen wir unbedingt einen Hochzeitsplaner?

Nein und Ja. Hier gibt es kein richtig oder falsch. Natürlich ist es auch möglich ohne planerischen Beistand eine Hochzeit auszurichten. Hier die Pro- und Contras:

 

Pro:

  • Ihr profitiert von einem guten Netzwerk an Dienstleistern und wisst euch in guten Händen
  • Viele stressige Themen wie: Locationsuche, Einladungen, Termine und Abläufe sind vom Tisch
  • Für den kleinen Nervenzusammenbruch gibt es einen Ansprechpartner und ihr müsst nicht im letzten Moment eurem Partner euer Stressgesicht zeigen - wie auch immer das Aussehen mag. Besser es bleibt euer Geheimnis :)

Contra:

  • Den passenden Planer / Planerin müsst ihr erstmal finden - passend ist er / sie dann, wenn ihr euch gut aufgehoben und unterstützt fühlt. Das Ganze hat also auch viel mit Sympathie zu tun.
  • Natürlich kosten gute Leistungen gutes Geld. Die Preise schwanken dabei stark von Art und Umfang der Planung. Das kann mit einer Unterstützung bei der Locationssuche starten, die gibts oft für ein paar 100€. Bei einer guten Komplettplanung müsst ihr mit einer vierstelligen Summe rechnen. Wie hoch genau erfahrt ihr nur beim jeweiligen Planer.
Hochzeitsplanung

Frage 5: Wo wird gefeiert?

Einige wichtige Fragen habt ihr euch bis zu diesem Punkt bereits gestellt. Die Frage nach dem WO ist mindestens genauso wichtig. Ihr solltet euch hierbei auch danach richten, wen ihr eingeladen habt und ob ihr möchtet dass diese Menschen mit euch feiern.

Es kommen sicherlich mehr Menschen, wenn sie dafür weniger große Hürden auf sich nehmen müssen. So ist eine Hochzeit am Strand natürlich ein absoluter Traum und ihr seid dafür bereit einiges auszugeben, eure Gäste hingegen müssten dafür ebenfalls teure Hotels bezahlen und sich auf ihrer Arbeit den Urlaub genehmigen lassen.

 

Die erste Entscheidung in diesem Punkt muss also ganz grob lauten: Nah oder Fern?

 

Neben den oben genannten Punkten wie die Notwendigkeit eines Hotels, solltet ihr auch nicht vergessen, dass manche Menschen vielleicht wegen Flugangst und andere wegen der fehlenden Kinderbetreuung fernbleiben.

 

Zusammenfassend: Eine Feier in der Nähe eurer Gäste sorgt für ein höheres Gästeaufkommen.

 

Jetzt habt ihr euch für eine der beiden Varianten entschieden. Nun müsst ihr noch aus einer der Folgenden Locationtypen auswählen. Hier nur ganz grob unterteilt, das lässt sich natürlich noch viel Feingliedriger aufbauen:

 

  • Locationtyp 1: Die DIY-Location
    Ihr zahlt nicht viel, dafür müsst ihr alles selbst machen oder eigens Personen beauftragen. Dazu gehören Sportheime, Turnhallen, Scheunen, Grillhütten und Veranstaltungshallen.
    Vorteile: Kreativer Spielraum, günstiger Grundpreis
    Nachteil: Hoher Aufwand beim Selbermachen ODER höhere Folgekosten

  • Locationtyp 2: Die unterstützende Location
    An diesem Veranstaltungsort bekommt ihr einzelne Produkte gleich mit angeboten oder müsst diese sogar mitbuchen. Dafür werden euch aber auch einige Arbeitsschritte abgenommen, welche euch bei der DIY-Location nerven könnten. Zu diesem Locationtyp zählen häufig Weingüter oder Restaurants
    Vorteile: Weniger Aufwand bei der Gestaltung + Location weiß oft selbst welche Ausstattung in der Vergangenheit ankam
    Nachteile: Weniger kreativer Spielraum, teilweise aufgezwungene Produkte (Bspw. Wein vom Veranstaltungs-Weingut - auch wenns nicht schmeckt)

  • Locationtyp 3: Die "Wir-kümmern-uns"-Location
    Perfekt wenn ihr euch nicht in Details verlieren wollt. Solch eine Veranstaltungststätte hat für jede Frage einen passenden Dienstleister zur Hand und ersetzt damit sogar teilweise euren Hochzeitsplaner. Sogar für Schlafplätze kann gesorgt sein. Solche Locations sind zumeist gehobenere Hotels oder spezielle Hochzeitslocations mit dementsprechenem Erfahrungsschatz.
    Vorteil: Es werden häufig Pauschalpreise pro Gast aufgerufen -> hohe Kostentransparenz
    Ihr profitiert zudem von einem großen Erfahrungsschatz in genau dieser Location
    Nachteil: Kaum kreativer Entfaltungsspielraum gegeben, häufig werden nur die bekannten Vertragspartner als Dienstleister gebucht.

Frage 6: Wer sind unsere Trauzeugen?

Super wichtig und die Stütze an deiner Seite während der gesamten Hochzeitsplanung - die Trauzeugen. Nicht nur dass diese Menschen euer "Ja"-Wort bezeugen (das ist seit über 10 Jahren nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben), sondern sie sind auch Berater, Organisatoren und Unterstützer in einem. Traditionell kommt dem Trauzeugen folgende Aufgaben zuteil:

  • Organisation des Jungesellen / Jungesellinenabschieds
  • Beratung bei Anzug / Brautkleidkauf
  • Bezeugen des Ja-Wortes

Weitere Aufgaben können sein:

  • Wächter über die Eheringe bis zum Austausch nach dem Ja-Wort
  • Unterstützer bei Einladungsbastelaktionen
  • Helfer bei dem "Ich-weiß-nicht-ob-das-so-eine-gute-Idee-ist"-Syndrom
  • Netzwerker, der einen kennt, der einen kennt, der günstig ein Hochzeitsauto zur verfügung stellen kann
  • und vieles mehr.

Ihr seht also wie wichtig diese Aufgaben sind? Gut, genau so wichtig ist die Auswahl.

 

Es sollte jemand sein, den ihr nicht erst seit gestern kennt, von dem ihr wisst, dass er zuverlässig ist und alle diese Aufgaben ausfüllen kann und will. Außerdem sollte dieser Mensch auch die Zeit dafür haben. Wenn eurer Wunschtrauzeuge selbst 3 Kinder hat und in der Vorbereitungszeit ein Haus baut, fragt vielleicht doch jemand anderen. War euer möglicher Trauzeuge dieses Jahr bereits bei 5 anderen Hochzeiten Trauzeuge, ist fraglich ob er bei eurer unbedingt noch die Muse und Lust aufbringt. Das solltet ihr einfach offen mit diesem Kandidaten besprechen. Kleine Hilfe am Rande: Wenn ihr euch schon Sorgen macht das offen anzusprechen, ist dieser Mensch vermutlich nicht der richtige für den Job.

 

Ansonsten könnt ihr eure besten Freunde oder Geschwister an diesen Punkt einem gedanklichen Casting unterziehen.

Hochzeitsplanung

Frage 7: Wohin geht es in die Flitterwochen?

Dieser Punkt ist simpel und ganz kurz zu halten:

 

Wohin ihr beide Bock habt! Lasst es einfach krachen. Wenn ihr noch keine Kinder habt, lasst es noch mehr krachen. An diese Reise erinnert ihr euch ein Leben lang.

 

Auf gehts!

Hier nochmal alle Fragen in der Übersicht:

Frage 1: Das richtige Hochzeitsdatum?

Frage 2: Wen laden wir ein?

Frage 3: Wieviel Budget brauchen wir?

Frage 4: Brauchen wir unbedingt einen Hochzeitsplaner?

Frage 5: Wo wird gefeiert?

Frage 6: Wer sind unsere Trauzeugen?

Frage 7: Wohin geht es in die Flitterwochen?

Wenn ihr alle Fragen beantwortet habt, seid ihr startklar und könnt dem Rest entspannt entgegensehen. Viel Spaß und einen tollen Tag!

 

Robin

(Inhaber VomVerleiher)



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